2025-05-11 –, Movie Theatre 4 Language: Deutsch
Dieser Workshop richtet sich an Personen, die gerne lernen würden, wie
IP-basierte Netze ganz grundlegend unter Linux konfiguriert werden. Es soll
dabei nicht primär um den Umgang mit dem Management-Layer wie NetworkManager oder
systemd-networkd gehen, sondern darum, theoretische Konzepte wie IP-Adressen und
-Routen greifbar zu machen, indem ihr sie selbst einmal ausprobiert.
Als Teilnehmende solltet ihr einen Laptop mitbringen. Es ist gut, wenn ihr
bereits erste Erfahrungen im Umgang mit der Kommandozeile unter Linux gemacht
habt und beispielsweise eine SSH-Verbindung aufbauen könnt, Alternativ gibt es
auch einen webbasierten SSH-Client, der ohne Installation funktioniert.
Idealerweise habt ihr schon einmal einen Heimrouter konfiguriert.
Auf Wunsch der Teilnehmenden kann ich am Anfang einen kurzen Theorieblock
einschieben:
- wie wird eine IPv6-Adresse notiert?
- was versteht man unter einem IPv6-Netz, wie wird es notiert und wann liegt
eine IPv6-Adresse in einem IPv6-Netz?
- wie funktioniert statisches Routing?
Hauptteil des Workshops wird der Praxisteil. Ich bringe dafür ein
Containerlab basiertes Setup mit, in dem ihr
mit dem Netzwerk experimentieren könnt ohne die Gefahr euch auszusperren. Es gibt
ein paar vorgefertige Aufgaben, in denen ihr zuerst sehr grundlegend lernt, wie
auf der Kommandozeile unter Linux eine IPv6-Adresse konfiguriert wird. Euer Ziel
ist drei Container an einem virtuellen Switch zum pingen zu bringen.
Nachdem wir nun kleine Insel-Netzwerke aufgebaut haben, wird es daran gehen die
Netzwerke miteinander zu verbinden. Ihr bekommt einen virtuellen Router, der mit
den Routern der anderen Teilnehmenden verbunden ist. Ihr lernt, wie ihr
statisches Routing konfigurieren könnt.
Bis hierhin gibt es Materialien, die euch durch den Prozess begleiten. Die
Bearbeitung ist alleine oder als Gruppe aus maximal drei Personen möglich.
Falls Interesse besteht und Zeit ist, lässt sich das Setup an diesem Punkt
beliebig erweitern: wir können uns mit systemd-networkd beschäftigen, um
komplexere Konfigurationen persistent abzulegen. Oder wir probieren ein
Routingprotokoll wie Babel aus. Oder wir beschäftigen uns mit Debugging-Tools
wie traceroute und tcpdump.
er/he. Viel bei Freifunk Stuttgart im Netzbetrieb unterwegs.
